Über mich und diese Seiten

Ich bin Historiker und Autor, und lehre europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der britischen University of Warwick. Eine Übersicht über meine akademische Tätigkeit findet sich hier.

 

Fragen der Demokratie im Zeichen der “Flüchtlingskrise”

Im Sommer 2015 begann ich, mich in Berlin Moabit, damals vor dem berüchtigten Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) für geflüchtete Menschen zu engagieren. Daraus ergaben sich vielfältige Bekanntschaften und Freundschaften mit Menschen aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und anderen Ländern, die mich immer wieder durch ihr Eintreten für Freiheit und Demokratie beeindruckten. Die hier veröffentlichten Texte reflektieren auf die Erfahrungen mit geflüchteten Menschen und die Diskussionen über die “Flüchtlingskrise” im Zeichen von Demokratie; und umgekehrt: sie reflektieren auf Fragen von Demokratie und Freiheit unter dem Eindruck von Begegnungen mit “Fremden”.

Einen ersten Text über “Demut und Hoffnung” veröffentlichte ich noch im Herbst 2015 auf dem mittlerweile eingestellten Blog Publikative. Im Herbst 2016 folgte ein Artikel in der us-amerikanischen Zeitschrift German Politics and Society über Freundschaften zwischen Geflüchteten und Deutschen. Dieses Thema vertiefte ich mit einem Essay Wie aus Fremden Freunde werden (Berlin: Neofelis, 2018), der anhand einer Freundschaft mit einer afghanischen Frau das politische Potential von Freundschaften zwischen Fremden schildert. Einen schönen Text über die Freundschaft als politische Kategorie von Ekkehart Krippendorff findet sich hier. Die auf diesen Seiten veröffentlichen Kommentare führen diese Perspektive fort. Sie sind von dem Grundgedanken getragen, dass wir eine politischere Perspektive auf die “Flüchtlingskrise” benötigen: Es geht nicht allein um eine humanitäre Krise, es geht auch nicht um eine dieses Land bereichernde Vielfalt, es geht um eine Solidarität unter Demokraten, ganz gleich woher sie kommen.

 

(Die Seite befindet sich im Aufbau; Inhalte folgen.)